Raus mit der Sprache! Teil 4

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Teil 1 (September 14) gibts hier: http://vonrosagrauenwolken.de/blog/2014/09/09/raus-mit-der-sprache/

Teil 2 (März 15) hier: http://vonrosagrauenwolken.de/blog/2015/03/09/raus-mit-der-sprache-teil-2/

Teil 3 (September 15) hier: http://vonrosagrauenwolken.de/blog/2015/09/08/raus-mit-der-sprache-teil-3/

Auch wenn der Blog gerade vor sich hin döst, möchte ich diese Reihe gerne fortführen, weil ich weiß, dass viele von euch in einer ähnlichen Situation sind und auf Updates warten.

Martha ist jetzt

3 Jahre, 6 Tage.

Morgen haben wir U7a, aber ich wollte diesen Post bewusst vorher veröffentlichen, bevor ich weiß, was der Arzt zu der Sache sagt.

Irgendwie passiert gerade sprachlich sehr viel, dann aber auch wieder nicht. Ich kann garnicht mehr genau sagen wie viele Wörter sie spricht, ich würde mal so um die 150 schätzen, auf jeden Fall zu viele um sie aufzählen zu können. Im Herbst hatten wir mal kurzzeitig das Gefühl, dass endlich dieser Wortschatzschub da ist, es kamen jeden Tag mehrere Wörter dazu, sie fing an nach zu sprechen und dann war es aber nach ner Woche auch schon wieder vorbei. Seitdem kommen kontinuierlich neue dazu, aber nicht die Menge. Außerdem würde ich sagen das WIR sie besser verstehen und mittlerweile ihr Kauderwelsch verstehen können. ABER -und das ist das große Problem- andere können das nicht ohne weiteres. Sie verschluckt noch zu viele Silben, hat mit vielen Buchstabenkombinationen zu kämpfen, manches auch nicht ganz nachvollziehbar, so sagt sie perfekt Mama aber wenn sie Martha sagt klingt es wie „artha“. Überhaupt sind Konsonanten am Wortanfang irgendwie schwierig für sie.

Trotzdem geht es mir zur Zeit mit der Situation besser als noch beim letzten Post, denn ich merke das sich viel tut. Sie benutzt immer mehr Adjektive (richtig) wie groß, kalt, heiß, kaputt, rot, bildet Wortverbindungen und fängt an sich eine grammatik aufzubauen. Sie kann sich immer besser ausdrücken und das tut uns allen gut. So sagt sie zum beispiel wenn sie Angst hat („Aaaas“) oder Hilfe braucht. Sie versucht zu zählen, kann aber nur eins („As“ …ihr merkt, „As“ steht für viele Wörter) und vier („ihr“) und sechs („ses“) sagen und interessiert sich für Farben, wobei sie da rot („uuuut“ oder „utes“ als beschreibendes Wort), gelb („elb“) und blau („au“) sagen kann, aber nur rot mit ziemlicher Treffsicherheit zuordnen kann. Von sich selbst spricht sie in der ersten Person, immer „ICH“, in der dritten person hat sie noch nie von sich gesprochen, aber sie kann ihren Namen.

Ich glaube prinzipiell hat sie schon ein  gutes Verständnis vom Satzbau, denn sie sagt oft Sätze mit richtiger Betonung bei denen sie unbekannte Wörter durch „heh heh“ (oder so ähnlich ersetzt).

Ansonsten finde ich sie vollkommen normal entwickelt was Motorik und soziales Verhalten angeht. Sie puzzelt sehr viel und ausdauernd und schafft auch Puzzle mit über 60 Teilen alleine, am liebsten spielt sie aber mit ihren Kuscheltieren Rollenspiele oder baut und malt.

Jetzt sitze ich hier und überlege was ich vom Arzttermin morgen erwarte, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Vor ein paar Monaten hätte ich noch auf eine Überweisung zum Logopäden bestanden, jetzt schwanke ich etwas, weil gerade doch recht viel passiert. Im Sommer kommt sie in den Kindergarten und dann wird sie sicher nochmal ganz schnell lernen, aber mir wäre es auch wichtig, dass sie sich bis dahin schon so verständigen kann, dass andere sie verstehen, von der Aussprache her und dass sie mir zuhause auch erzählen kann wie ihr Tag war. Zumindest einen ausführlichen Sprachtest möchte ich von Kinderarzt und ja, vielleicht wirklich endlich eine Überweisung zum Logopäden, zumindest zu einem ersten Gespräch.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden was morgen raus kommt.

5 thoughts on “Raus mit der Sprache! Teil 4

  1. Hallo,

    danke, dass du uns auf dem Laufenden hälst. Die Entwicklungssprünge sind richtig spannend mitzuverfolgen. Wir haben zwar das umgekehrte Problem, denn Minilamas Schnute steht nie still, aber ich finde es sehr interessant, wie ihr ihre Sprachentwicklung beobachtet.
    An deiner Stelle würde ich trotz der Fortschritte auf eine Überweisung zum Logopäden bestehen. Schaden kann ein geschulter Blick sicher nicht und ein bisschen Extra-Förderung ist sicher gut. Zumal der Kitabeginn ja näher rückt und es sicher total frustierend ist, wenn die Kleine von niemandem so richtig verstanden wird, alle nachfragen oder sie für jünger halten als sie tatsächlich ist.
    Ich glaube, es sind schon Leute wegen „weniger“ zum Logopäden gegangen.
    Ganz liebe Grüße,
    Lamasus

  2. Liebe Svenja… magst Du vielleicht noch mit uns teilen was der Arzt zur Situation meinte? :) Ich fiebere schon die ganze Zeit und warte, wie du schon geschrieben hattest – auf das Platzen des berüchtigten Knotens.

    Wir selbst haben hier mit 2 1/2 das komplette Gegenteil – sie redet wie wir… ich weiß gar nicht wie ich das anders beschreiben soll. In der Kita kann noch kein Kind so sprechen und so redet sie oft mit sich selbst, da sie sich noch nicht unterhalten kann. Das andere Extrem, was mich auch traurig macht – irgendwie. Aber dann freue ich mich wieder wenn sie so etwas raushaut wie: Mama, wir gehen jetzt einkaufen, ok? :)

    Ich wünsche Euch alles Gute und freue mich wieder von Euch zu lesen! :*

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